Gemeinsam Lernen

INTEGRATION
MACHT SCHULE

Zusammen lachen, zusammen lernen, zusammen spielen:
An der offenen Ganztagsschule wird Integration gelebt.

Die Schüler sehen sich als
Gemeinschaft und schliessen
niemanden aus

In immer mehr Familien sind beide Elternteile berufstätig, was natürlich auch für Familien mit Migrationshintergrund gilt. Um dies zu ermöglichen und gleichzeitig den Kindern eine pädagogisch wertvolle Nachmittagsbetreuung anzubieten, wurde 2006 in Gelsenkirchen das landesweite Konzept der „Offenen Ganztagsgrundschule“ (OGS) umgesetzt. Der Caritasverband ist der Trägerverein von elf OGS in der Stadt Gelsenkirchen. Dort lernen und spielen Kinder mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen aus vielen Ländern und Regionen zusammen.

gemeinsam lernen: Gruppenfoto Kindergemeinsam lernen: die Kinder haben Spaß

Beim Besuch der Ganztagsgrundschule „Schule an der Erzbahn“ in der Vandalenstraße 43 hört man lautes Kinderlachen. Die gute Stimmung kann der Schulleiter Fridtjof Unger bestätigen: „Ich habe das Gefühl, dass nicht nur die Kinder hier gerne hingehen, sondern dass wir alle gerne hier sind.“

Die Kinder kommen nach Schulschluss in die OGS und bleiben in der Regel bis 16 Uhr. Es findet ein gemeinsames Mittagessen statt und neben der Hausaufgabenbetreuung gibt es ein breites Angebot an sportlichen und künstlerischen AGs wie zum Beispiel Fußball, basteln, tanzen oder Badminton. Zusätzlich bezieht die Schule andere Organisationen aus dem Sozialraum in die Gestaltung des Angebots mit ein. Die Kinder lesen regelmäßig im Kindergarten oder in einer Seniorenwohnanlage vor und lernen so spielerisch, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wird der Generationenzusammenhalt gestärkt.

Höflich sein, nicht schlagen, keine Schimpfwörter

gemeinsam lernen: Kinder auf dem Pausenhof

Fatma Göl leitet die OGS und legt zusammen mit ihrer Schwester und Kollegin Sabiha Göl sehr viel Wert auf ihre zwei wichtigsten Grundregeln: Höflichkeit und Rücksichtnahme. „Für uns beide ist es wichtig, dass die grundlegenden Regeln beachtet werden: höflich zueinander zu sein, sich nicht zu schlagen und keine Schimpfwörter zu benutzen. Alle anderen Regeln sind nebensächlich.“ Vielleicht erklärt das auch, warum hier die deutschen Kinder und die Kinder mit Migrationshintergrund so gut miteinander auskommen.

Christoph Grün, Mitarbeiter des Caritasverbands Gelsenkirchen, ist seit zwölf Jahren in den Bereichen Erziehung und Bildung tätig. Er erklärt das Geheimrezept der OGS an der Erzbahn für gelungene Integration: „Wir haben uns nicht bewusst das Thema Integration auf die Fahne geschrieben, wir machen es einfach! Es ist nicht so, dass wir die Hintergründe der Kinder nicht berücksichtigen, aber im Alltag versuchen wir, alle gleich zu behandeln.“ Und das funktioniert: „Ich erlebe eigentlich immer, dass den Kindern egal ist, wer mit wem hier spielt. Die Kinder achten nicht darauf, wo kommt jemand her, welchen Hintergrund jemand hat, die spielen einfach zusammen. Das finde ich immer faszinierend. Das macht mir auch viel Hoffnung: Wenn die Kinder das so weiterleben, dann muss das funktionieren mit einem Zusammenleben in dieser Gesellschaft, da bin ich sehr zuversichtlich.“

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